Oldenburg Marathon 2014

"wenn nur das Laufen nicht gewesen wär…" oder "42 km für 1 Brot"

Für den Herbst hatten wir uns „Oldenburg“ vorgenommen: Britta und Hans-Bernd wollten den Marathon, Burkhard (Knaller) und ich (Bärbel) den Halbmarathon laufen.Hinfahrt, Parken, Startunterlagen abholen, Sachen einschließen bzw. abgeben, hierbei verging die Zeit rasend schnell. Aber dann kam der Lauf und der zog sich in die Lääääänge! Die ganzen 21 Kilometer waren für mich eigentlich eine Qual. Wir (Burkhard ist mit mir gelaufen) sind mit einem Schnitt von 5:35 pro Kilometer gestartet, zu schnell, was sich schnell herausstellte. Bei km 5 war ich schon kaputt, bei km 18 war der Saft absolut raus. Jetzt hieß es nur noch, irgendwie das Ziel zu erreichen. Ich war noch nie nach einem Lauf so fertig! Burkhard erging es ein wenig anders. Er meinte auf der Rückfahrt: für DIE Zeit (2h 4min) habe er „zu viel trainiert“ (und das ER!!!) Britta sagte nach dem Lauf, dass sie ab km 15 nicht mehr wollte, bis zum Ziel sind es ja auch nur noch schlappe 27,195 Kilometer! Und in der zweiten Runde -man läuft die Halbmarathonstrecke zweimal- sei wohl kaum noch Stimmung am Rand; für nur ca. 230 Marathon-Starter stellt sich keiner hin! Aber wir kennen unsere Präsidentin Britta: sie hat Disziplin und Kraft. Sie habe ein paar gehende Marathonis überholt und sich geschworen: Langsamer laufen: okay, Gehen: nein! Und dann ist sie eine bemerkenswerte Zeit gelaufen: 3h 33min. Herzlichen Glückwunsch! Tja, und Hans-Bernd hat jetzt in Oldenburg eine Rechnung offen: nach der ersten Runde ist er ausgestiegen, denn er hatte „den Kopf zu sitzen“. Er sei zwar im Zeitplan gewesen, hätte das Tempo jedoch nicht bis zum Schluss halten können. Ich denke, es war gut, so auf den Körper zu hören. Zwei Wochen vorher ist er den Marathon in Bremen gelaufen. Damit ist das Ziel für dieses Jahr doch voll erreicht. Martin (130 Kilometer mit dem Rennrad aus Borgloh!), Heidrun, Ole und Mette waren im Ziel auch da. Heidruns Neffe ist den 5 Kilometer-Lauf mitgelaufen, für diesen Lauf waren allein 680 Starter angetreten! Bei bestem Wetter -und das Mitte Oktober- ging für uns die Veranstaltung zu Ende. Aber da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Zitat Britta auf der Rückfahrt, als das Wetter allmählich schlechter wurde: „JETZT zieht es sich zu und WIR MUSSTEN bei diesem SONNENSCHEIN laufen!“ Also: Es war insgesamt schön, wenn nur das Laufen nicht gewesen wär`…

Bärbel

So weit musste ich in Oldenburg laufen um im Ziel 1 Brot entgegen nehmen zu können. Im Mittelalter war es wohl nicht anders :) Vorweg, wer sich für den Marathon in Oldenburg entschieden hat, muss sich durch 2 Runden a 21 km kämpfen. Das "Rundenlaufen" erfüllt mich generell nicht mit Freude! Leider war es in Oldenburg so, das in der 2 Runde auch die letzten Stimmungsnester an der Strecke verschwunden waren. Hinzu kam der Wind und wärmere Temperaturen. Bis km 27 war noch einen jüngeren Mitläufer mein Begleiter. Leider verließ er mich dann. Was aus Ihm geworden ist, weiß ich nicht. Danach musste ich alleine gegen meinen inneren Schweinehund kämpfen, habe aber verloren!! Mein Kopf sagte mir: Was sollst Du Dich weiterhin so quälen, laufe doch einfach langsamer weiter ins Ziel, nehme ab jetzt jede Verpflegung mit und so wirst Du wenigstens keine muskulären bzw. körperliche Schäden davon tragen. Prima Plan, der aufgegangen ist. So kann ich jetzt schon wieder in die Borgloher-Laufszene einsteigen. Hippie!!!

Bis dann

Gruss Britta